Test Microsoft Sculpt Ergonomic

Wie im Oktober geschrieben, hab ich mir damals eine neue Tastatur zugelegt. Als Vielschreiber sicherlich eine der wichtigsten Investitionen, gerade wenn man wie ich dabei auch ab und zu mit Handgelenkproblemen zu kämpfen hat.

Die Microsoft Sculpt Ergonomic ist dabei leider keine ganz günstige Wahl, aktueller Straßenpreis liegt so bei ca. 80€ in der Version ohne Maus, mit Maus bei ca. 90€. Da ich auch am PC spiele, kam die Maus für mich nicht in Frage – zu wenig Zusatztasten. Daher kann ich euch nur von meinen Erfahrungen mit der Tastatur berichten:

Die Microsoft Sculpt Ergonomic hat ein geschwungenes Design (lief bei Microsoft wohl unter dem Titel „Manta Rochen“), welches durch seine Anordnung dafür sorgen soll, dass die Hände eine natürlichere Handhaltung annehmen. Ferner ist eine Handballenauflage integriert, die ein Abknicken der Gelenke verhindern soll. Das Ganze kann natürlich nur funktionieren, wenn ihr insgesamt eine gute Sitzposition habt, also mit einem guten Armwinkel und passender Sitzhöhe (googlet einfach mal nach ergonomischer Sitzposition am Arbeitsplatz, da gibt es entsprechende Tipps).

Nun zur eigentlichen Tastatur: Das Tastenlayout ist größtenteils normal, also das übliche QWERTZ-Design. Der Ziffernblock hingegen ist abgetrennt und kann somit an einer für einen selbst passenden Stelle auf dem Schreibtisch untergebracht werden. Wer lediglich schreiben möchte, braucht den Ziffernblock eh selten. Wer hingegen regelmäßig Excel malträtiert, für den ist ein Ziffernblock natürlich essentiell, von daher ein guter Kompromiss. Denn durch die Abtrennung konnte sich Microsoft ganz auf die ergonomische Anordnung der Tasten kontrollieren und die ist – zumindest für meine Bedürfnisse – exzellent gelungen. Die Hände ruhen automatisch in der perfekten Haltung, der Tastenanschlag ist dabei angenehm kurz (vergleichbar mit einer sehr guten Laptop-Tastatur) und die Handballenauflage sowohl weich genug für längeres Arbeiten als auch mit angenehmer Festigkeit um den nötigen Halt zu geben. Wer bisher noch nie mit einer ergonomischen Tastatur gearbeitet hat, wird auch bei der Microsoft Sculpt Ergonomic eine Zeit brauchen, um sich an das neue Schreibgefühl zu gewöhnen, das ist klar. Danach mochte ich es zum Schreiben nicht mehr missen.

Einzige Kritikpunkte von meiner Seite: Die Pfeiltasten sind für meinen Geschmack zu dicht an die eigentlichen Tasten angedockt, blind treffe ich sie nicht. Außerdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass MS einen FN-Umschalter eingebaut hat, um die F1-F12-Tasten mit Zusatzfunktionen doppelt zu belegen (Lauter, Leiser, Stumm, etc.). Nette Spielerei, die ich selten benutze und mit einer echten FN-Taste statt einem Umschalter am oberen rechten Ende sicherlich besser gelöst wäre.

Zum PC-Spiele-Zocken ist aus meiner Sicht die Microsoft Sculpt Ergonomic ungeeignet, da man hier ja nicht wirklich das Zehn-Finger-System benutzt und daher zu oft umgreifen muss. Hier nutze ich weiter meine alte Cherry-USB-Tastatur. Da die Microsoft Sculpt Ergonomic kabellos über einen USB-Dongle angebunden ist, kann ich an einem PC gleichzeitig beide Tastaturen betreiben, ohne umstecken zu müssen.

Für mich ist die Microsoft Sculpt Ergonomic ihr Geld wert. Guter Kauf.

Neue Tastatur im Anmarsch

Die letzte Woche hatte ich netterweise mal wieder Urlaub und bin daher mehr zum Schreiben gekommen, als in einer normalen Arbeitswoche. Leider fühlten sich meine Handgelenke nach der Woche leider auch so an, ein Problem, was ich immer mal wieder habe. Daher hab ich mir eine ergonomische Tastatur – die Microsoft Sculpt Ergonomic (die Version ohne Maus) – bestellt. Eine große Hilfe waren dabei auch die Ratschläge in den Facebook-Autorengruppen „Buchstabenjunkies“ und „Self Publishing“, in denen ich nach Rat gefragt habe. Daher an alle Tippgeber nochmal ganz lieben Dank!

Ich werde von meinen Erfahrungen mit der neuen Tastatur natürlich gern berichten, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen von euch.

Lektorat von Froststurm beendet & Arbeit an Frostzeit geht voran & Musiktipp für das Schreiben

So, das Lektorat zu Froststurm ist beendet, der Begedia-Verlag hat den Drucksatz begonnen. Damit sieht es aktuell nach einer Print-Veröffentlichung Mitte/Ende April aus, jedenfalls bei Bestellung direkt beim Verlag. Über Amazon & Co. muss man wegen dem Großhandel dazwischen nochmal ein, zwei Wochen draufrechnen. Daher klingt das an Amazon gemeldete VÖ-Datum 03. Mai 2013 recht treffsicher. Und wie bereits früher geschrieben: Froststurm ist bereits bei Amazon vorbestellbar!

Die Arbeit an der Kurzgeschichten-Anthologie läuft ebenfalls gut. Ich habe mir den Luxus gegönnt, ein echt tolles Cover bei einer Künstlerin zu bestellen und kann GedankenGrün (Viktoria Petkau) nur weiterempfehlen. Beizeiten werde ich das Cover mal als kleinen Teaser hier schon mal zeigen. Hier bereits der Titel: „Frostzeit – Eisige Kurzgeschichten„.

Ferner habe ich im Urlaub echt tolle Musiker gefunden, die für mich die perfekte Schreib-Hintergrundmusik machen: Two Steps from Hell. Auch wenn euch der Name nichts sagt – ihr kennt sie. Wer irgendwann schonmal im Kino war, wird das ein oder andere Stück schon gehört haben. Denn Two Steps from Hell machen Trailermusik. Also orchestrale Stücke ohne Gesang mit ordentlich Wumms dahinter. Gerade für das Schreiben von Actionszenen perfekt. Aber auch andere Szenerien passen gut dazu, bei mir vor allem Dystopien oder Szenen, in denen etwas Bewegendes für die Figuren passiert. Ich habe mir drei ihrer Alben über iTunes geholt und muss sagen, dass sie jeden Cent wert sind. Aus meiner Sicht am besten ist das Album „Invincible“, gefolgt von „Archangel“, während „Skyworld“ zwar auch gut ist, aber mir etwas zu ruhig. Auf ihrer Homepage kann man in ein paar Stücke (einfach „Music“ oben anklicken) via Soundcloud reinhören!

Schreibtipps

Mal ein paar kleine „Schreibtipps“ von meiner Seite aus. Eins vorneweg: Es gibt nicht „die ultimativen Schreibtipps“, jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er am besten in Schreibstimmung kommt und dann auch produktiv arbeiten oder einfach nur textlich herumblödeln kann.

Für mich selbst habe ich in den letzten Jahren durch trial&error schon ein paar Punkte herausgefunden, die mir auf jeden Fall helfen. Dabei ist es gleich, ob ich einen Nutztext wie beispielsweise eine Völkerbeschreibung für LodlanD oder ein Abenteuer (z.B. für Quest oder LodlanD) oder einen Fiktionaltext (Shadowrun-Roman, LodlanD-Kurzgeschichte, freie Fiktionaltexte ohne vorgegebene Hintergrundwelt) schreibe.

Wichtig ist es für mich, Konsequenz ins Schreiben zu bekommen. Genauso wie es mit „ab sofort regelmäßig Sport“ oder einer Änderung der Essgewohnheiten ist: Erst, wenn man etwas für längere Zeit durchzieht, geht es so in das Wesen über, dass es zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Sportwissenschaftler haben herausgefunden, dass dies – jedenfalls in diesem Bereich – gut drei Monate dauert. Also: Wenn ihr euch vorgenommen habt, regelmäßig zu schreiben, dann macht das auch. Selbst, wenn es mal eigentlich nicht so ein „Schreibtag“ ist. Einfach machen. Schreiben. Grübeln. Der Spaß kommt in jedem Fall (wenn das Schreiben euer Ding ist).

Schafft euch eine passende Atmosphäre. Bei mir bedeutet das: Wenig externe Störungen (Arbeitszimmer), Musik mit wenig Gesang und ausreichend Getränke (und ab und an ein paar Schleckereien). Ab und an – als Abwechslung – schiebe ich mal eine Starbucks-Laptop-Schreibsession ein. Aber grundsätzlich schreibe ich zu Hause im Kämmerlein am besten. Auch hier hat es mir geholfen, die Umgebung gleich zu halten und sogar ähnliche Musik bei bestimmten Themen zu verwenden. Einfaches Beispiel: Jedesmal, wenn ich eine heftigere Kampfszene schreibe, läuft im Hintergrund „New Order – Confusion“ (hier bei Youtube), bekannt aus dem Film „Blade I“. Gleichtönig, wenig musikalische Höhepunkte, kaum Gesang, actionreich. Hilft mir, mich in die passende Stimmung zu versetzen, um „in der Szene“ zu sein. Natürlich rotiert im Hintergrund andere Musik, wenn ich an einem Fantasytext arbeite, als wenn Sci-Fi über die Tastatur ihren Weg auf dem Bildschirm findet. Experimentiert hier einfach ein bisschen, was euch liegt.

Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Texte unter Zeitdruck können erst dann gut gehen, wenn ihr – gerade bei Fiktionaltexten – etwas Erfahrung gesammelt habt. Mittlerweile ist es kein Problem mehr, wenn eine Mail à la „Brauchen für den Quellenband noch zwei Kurzgeschichten à 10.000 Zeichen, Zeitvorgabe eine Woche“ kommen, da ich mein eigenes Zeitbedürfnis für einen guten Text kenne. Gerade am Anfang heißt es: Lieber wenige Texte annehmen beziehungsweise vielmehr erst einmal für euch selbst ohne jede Abgabenotwendigkeit schreiben, als zuviel auf einmal zu wollen.
Ebenfalls unter den Oberpunkt „Zeit“ ist die Tageszeit zu packen, in der bei euch die Wörter nur so fließen. Bei mir: Abend/Nacht. Der Tag ist vorbei und im Hirn abgelegt, der nächste noch nicht angebrochen. Frau und Haustiere schlafen. Funktioniert natürlich nur, wenn am nächsten Tag nicht die Arbeit wartet (Schreiben ist und bleibt ein Hobby und der Brötchenverdienst darf nicht darunter leiden). Andere schreiben besser früh morgens oder direkt nach der Arbeit, als Start in den Feierabend. Einfach ausprobieren.

Man liest sich.