430.000 Zeichen und es geht weiter

In den letzten Tagen hab ich bei meinem in Arbeit befindlichen Shadowrun-Roman „Flammenmeer“ (Arbeitstitel, erscheint 2007) ordentlich was weggeschafft. Derzeit bin ich im ersten Durchgang, die Texte sind also weder poliert noch lektoriert, sondern stehen einfach nur auf dem Papier (richtiger wäre „Bildschirm“ *g*). Mittlerweile hat es sich belohnt gemacht, dass ich von vorneherein die Szenen relativ genau durchgeplant hatte. Nicht zu genau, damit kreative Ideen während des Schreibens nicht unter einem zu engen Korsett leiden, aber genau genug, um zügig schreiben zu können. Es ist wie immer faszinierend zuzusehen, wie die Charaktere sich während der Geschichte entwickeln. Der Durchschnittsbürger, der ins kalte Wasser geworfen, lernt zu schwimmen in der düsteren Schattenwelt. Und ein Retter, der erst spät zeigt, warum er eigentlich handelt wie er es (nach seinen Begriffen) einfach tun muss. Mittlerweile hab ich die 430.000 Zeichen-Grenze überschritten (eine Romanseite hat später ca. 1.800 Zeichen, womit das etwa 240 Romanseiten entspricht) und kann somit das Ende absehen. Nach meinen Schätzungen lande ich irgendwo in den 500.000ern, das Ende des ersten Durchgangs ist also absehbar. Und dann geht es an mein „heiß geliebtes“ Polieren.

Anmerkung: Wer mal einen Vergleich haben möchte, was er so an „Zeichen“ am Tag produziert, in MS Word kann man dies so erfahren: Fraglichen Text markieren und dann auf „Extras“ – „Wörter zählen“ klicken. Dort dann die Angabe „Zeichen (mit Leerzeichen“ ablesen.

200 and counting

Ein Ventilator, eisgekühlte Pepsi Light und (unter anderem) „Playground“ von „Second Sun“. Mit diesen Hilfen habe ich heute die 200-Seiten-Grenze bei meinem Roman „Flammenmeer“ geknackt. In wenigen Wochen (Anfang September) werde ich meine Arbeit als Bank-Trainee aufnehmen und nachdem das Studium ja vor zwei Wochen zu Ende gegangen ist, habe ich derzeit Zeit, mich verstärkt meinem Roman zu widmen. Natürlich genieße ich auch das schöne Wetter (auch wenn es mir persönlich zu warm ist), aber die Arbeiten gehen gut voran. Vorhin stand eine längere Kampfszene auf dem Programm und die Szenerie ist wie ein Action-Film vor meinem inneren Auge abgelaufen, ich musste sozusagen „nur“ diesen „Film“ in die Tasten hämmern.

Ich bin guten Mutes, diesen und nächsten Monat noch einiges zu schaffen, damit ich mich ab September voll auf meinen Job konzentrieren kann. Ich bin sehr dankbar für die Chance, die man mir bei dieser Großbank geboten hat, als Frischling ist es heutzutage ja alles andere als selbstverständlich, noch während der Studienzeit bereits einen Job sicher zu haben. Die Finanzdienstleistungsbranche hat mich schon immer fasziniert (wie man ja auch daran sieht, dass ich vor dem Studium eine Lehre zum Bankkaufmann erfolgreich absolviert habe) und ich bin sehr froh, wieder in dieser Branche arbeiten zu dürfen. Natürlich gehe ich auch mit einem etwas mulmigen Gefühl auf diese neue Lebensstation zu, aber die Vorfreude überwiegt klar. Und morgen lasse ich wieder einige Protagonisten um ihr Leben bangen, wenn ich die Kampfszene zu Ende schreibe. Als kleinen Trick, um mich selbst zu motivieren (klappt bei mir eigentlich immer), habe ich an einer besonders spannenden Stelle heute aufgehört, mitten in einem Szenenausschnitt, als ein Charakter kurz vor dem (so meint er jedenfalls) Tod steht. Damit freue ich mich noch mehr, morgen weiter zu schreiben, schließlich will ich ja wissen, wie mein „Kopf“-Film weiter geht.

Verrat ist wunderbar

… wenn man über ihn schreiben darf. Bei der Arbeit an meinem Roman schreibe ich gerade an einer der Schlüsselszenen. Dem Verrat eines Charakters an einem anderen. Ich versuche mich in diese Mischung aus Hinterhältigkeit und purem Egoismus hinein zu versetzen, um die Szene gelingen zu lassen. Musik hilft dabei ungemein. Das ist eh einer meiner permanenten Schreib-Tipps: Schottet euch von der Außenwelt ab. Bis auf euch und euren Computer/Schreibmaschine/Zettel gibt es nichts. Ich nutze dafür Musik, verabreicht über meine 5.1-Kopfhörer. Für die derzeitige Szene habe ich mich für eine vergleichsweise monotone, aber dafür düstere Musik entschieden und zwar „Confusion“ von „New Order“, einem der Titel aus dem Soundtrack zum ersten Blade-Film.

Auf jeden Fall habe ich mich die ganzen letzten Tage ungemein auf diese Szene gefreut, sie markiert circa die Halbzeit des Romans. Ab dann werden die Geschehnisse hektischer, zum Teil auch deutlich düsterer und dreckiger. So, wie ich mir das Setting der Shadowrun-Welt (in diesem Cyberpunk-Fantasy-Hintergrund spielt der Roman) vorstelle. Wie gesagt, ich habe mich auf diese Szene sehr gefreut und noch mehr Spaß hat es gemacht, sie zu schreiben. Das lässt so manchen Schreibabend voller Pflichtübungen (insbesondere mein „geliebtes“ Polieren) vergessen. *g*

Roman-Update

Die Arbeiten an meinem Shadowrun-Roman „Flammenmeer“ (Arbeitstitel) gehen gut voran. Nachdem ich in der letzten Woche das eher inhaltsüberschlägige Bild der Inhaltszusammenfassung zerpflückt und in relativ ausgearbeitete Einzelkapitel organisiert habe, war am Wochenende die Überarbeitung eines Teils des ersten Kapitels dran. Dieser Text stellte damals die Leseprobe für das Verlags-Exposé dar, musste nur aufgrund kleinerer inhaltlicher Änderungen an manchen Stellen überarbeitet werden. So hab ich mich am Wochenende mit der Politur von 65.000 Zeichen Text (Word2003-Tipp: Text markieren -> „Extras“ -> „Wörter zählen“ -> „Zeichen [mit Leerzeichen]“) beschäftigt und somit die Basis für die weitere Arbeit gelegt.

Diese Woche ist damit also der Startschuss für die eigentliche Schreibarbeit, beginnend mit dem Abschluss des ersten Kapitels und dann folgen die nächsten fünf Kapitel (derzeitige Arbeitskalkulation für die Kapitelaufteilung). Meine eigene Planung sieht dabei so aus: Zwanzig Schreibtage pro Monat mit jeweils ca. 6.000 Zeichen pro Schreibtag. Damit dürfte es auf ungefähr fünf Monate fürs reine Schreiben hinaus laufen plus dann natürlich noch die ganzen Nacharbeiten, die ebenfalls sehr zeitintensiv sind (Polieren, Testlesen lassen, Nochmals Politur, X-Wiederholungen dieser Schritte, dann Endlektorat und schließlich Abgabe an den Verlag, dort wieder Lektorat, … *g*).

Heute den Roman-Vertrag erhalten

Es ist schon ein Moment, der in seiner Betrachtung ans surreale grenzt, wenn man seinen ersten Romanvertrag in Händen hält. Ewig darauf hin gearbeitet, mehrere Exposés eingeschickt (was vollkommen normal ist) und jetzt hat es bekanntlich geklappt. Und dann hält man ein Schriftstück in Händen, das einem schwarz auf weiß bescheinigt, dass man seinem Traum, einen eigenen Roman zu veröffentlichen, einen Riesenriesenriesenschritt näher gekommen ist. Das muss ich erstmal – im positiven Sinne – verdauen. Also wieder ab an die Diplomarbeit.