Verrat ist wunderbar

… wenn man über ihn schreiben darf. Bei der Arbeit an meinem Roman schreibe ich gerade an einer der Schlüsselszenen. Dem Verrat eines Charakters an einem anderen. Ich versuche mich in diese Mischung aus Hinterhältigkeit und purem Egoismus hinein zu versetzen, um die Szene gelingen zu lassen. Musik hilft dabei ungemein. Das ist eh einer meiner permanenten Schreib-Tipps: Schottet euch von der Außenwelt ab. Bis auf euch und euren Computer/Schreibmaschine/Zettel gibt es nichts. Ich nutze dafür Musik, verabreicht über meine 5.1-Kopfhörer. Für die derzeitige Szene habe ich mich für eine vergleichsweise monotone, aber dafür düstere Musik entschieden und zwar „Confusion“ von „New Order“, einem der Titel aus dem Soundtrack zum ersten Blade-Film.

Auf jeden Fall habe ich mich die ganzen letzten Tage ungemein auf diese Szene gefreut, sie markiert circa die Halbzeit des Romans. Ab dann werden die Geschehnisse hektischer, zum Teil auch deutlich düsterer und dreckiger. So, wie ich mir das Setting der Shadowrun-Welt (in diesem Cyberpunk-Fantasy-Hintergrund spielt der Roman) vorstelle. Wie gesagt, ich habe mich auf diese Szene sehr gefreut und noch mehr Spaß hat es gemacht, sie zu schreiben. Das lässt so manchen Schreibabend voller Pflichtübungen (insbesondere mein „geliebtes“ Polieren) vergessen. *g*

Roman-Update

Die Arbeiten an meinem Shadowrun-Roman „Flammenmeer“ (Arbeitstitel) gehen gut voran. Nachdem ich in der letzten Woche das eher inhaltsüberschlägige Bild der Inhaltszusammenfassung zerpflückt und in relativ ausgearbeitete Einzelkapitel organisiert habe, war am Wochenende die Überarbeitung eines Teils des ersten Kapitels dran. Dieser Text stellte damals die Leseprobe für das Verlags-Exposé dar, musste nur aufgrund kleinerer inhaltlicher Änderungen an manchen Stellen überarbeitet werden. So hab ich mich am Wochenende mit der Politur von 65.000 Zeichen Text (Word2003-Tipp: Text markieren -> „Extras“ -> „Wörter zählen“ -> „Zeichen [mit Leerzeichen]“) beschäftigt und somit die Basis für die weitere Arbeit gelegt.

Diese Woche ist damit also der Startschuss für die eigentliche Schreibarbeit, beginnend mit dem Abschluss des ersten Kapitels und dann folgen die nächsten fünf Kapitel (derzeitige Arbeitskalkulation für die Kapitelaufteilung). Meine eigene Planung sieht dabei so aus: Zwanzig Schreibtage pro Monat mit jeweils ca. 6.000 Zeichen pro Schreibtag. Damit dürfte es auf ungefähr fünf Monate fürs reine Schreiben hinaus laufen plus dann natürlich noch die ganzen Nacharbeiten, die ebenfalls sehr zeitintensiv sind (Polieren, Testlesen lassen, Nochmals Politur, X-Wiederholungen dieser Schritte, dann Endlektorat und schließlich Abgabe an den Verlag, dort wieder Lektorat, … *g*).

Heute den Roman-Vertrag erhalten

Es ist schon ein Moment, der in seiner Betrachtung ans surreale grenzt, wenn man seinen ersten Romanvertrag in Händen hält. Ewig darauf hin gearbeitet, mehrere Exposés eingeschickt (was vollkommen normal ist) und jetzt hat es bekanntlich geklappt. Und dann hält man ein Schriftstück in Händen, das einem schwarz auf weiß bescheinigt, dass man seinem Traum, einen eigenen Roman zu veröffentlichen, einen Riesenriesenriesenschritt näher gekommen ist. Das muss ich erstmal – im positiven Sinne – verdauen. Also wieder ab an die Diplomarbeit.

Roman-Zusage

Ich habe die Zusage des Erkrather Verlags Fantasy Productions erhalten, bei ihnen im Jahr 2007 einen Roman veröffentlichen zu dürfen. Der Science-Fiction-Roman unter dem Arbeitstitel „Flammenmeer“ wird Teil der Romanreihe „Shadowrun“ werden.

Über den Vorlauf zu dieser Zusage habe ich ja bereits berichtet.

Nachdem ich mich derzeit in einige Spezialinfos zum Hintergrund des Shadowrun-Universums einlese, beginnen die eigentlichen Arbeiten am Roman dann im März.

2006 – ein spannendes Jahr: Diplomarbeit, eigene Hochzeit, weitere Hochzeit in der engsten Familie, Übernahme der stellvertretenden Chefredaktion bei LodlanD, normale LodlanD-Veröffentlichungsarbeiten und der Roman…

Ich werde dieses Blog nutzen, um über den weiteren Fortschritt bei den Roman-Arbeiten zu informieren, vielleicht ist dies für den ein oder anderen Leser ja von Interesse.

Stellvertretender Chefredakteur

… hört sich doch toll an, oder?

Jedenfalls darf ich mich seit heute „Stellvertrender Chefredakteur des Rollenspiels LodlanD“ nennen. Seit mittlerweile mehreren Jahren arbeite ich bei LodlanD mit, bisher in der Funktion eines Autors. Nun kommt zusätzlich zur Autorenarbeit noch die Funktion des stv. Chefredakteurs, was eine enorme Herausforderung und Ehre für mich bedeutet, der ich hoffe gerecht zu werden.

Ich freue mich auf die erweiterte Zusammenarbeit mit den Kollegen und kann mit Fug und Recht sagen: „Ein schöner Tag heute!“