Henrichshütte in „Flammenmeer“

Heute stand im Rahmen meiner Romanarbeiten eine kleine Exkursion zur Henrichshütte in Bochum auf dem Programm, schließlich spielt der Endkampf des Romans am ehemaligen Hochofen eben jener Location. Und als gewissenhafter Autor möchte man das Gelände seiner Wahl nach Möglichkeit natürlich vorher in Augenschein nehmen. 😉 Dabei hab ich natürlich fleißig geknipst (50 Fotos), damit ich beim Schreiben direkt eine Vorlage vor Augen habe. Der interessante Part ist dabei natürlich, sich vorzustellen, wie das Gelände zum Handlungszeitpunkt des Romans (2070+, Handlungszeitschiene der vierten Edition des Rollenspiels Shadowrun, in dessen Romanreihe ja auch „Flammenmeer“ [Arbeitstitel] angesiedelt ist) aussieht. Mir schweben da nach meinem Besuch schon ein paar schöne Bilder vor: Verseuchtes ehemaliges Industriegebiet, heruntergekommenes Museumsgelände (die Henrichshütte ist heutzutage ein Industriemuseum), da die Betreiber schon seit langem pleite sind, merkwürdige Gestalten, die das Gebiet in Besitz genommen haben,….

Jetzt muss ich anhand der bisher vorhandenen Literatur zu Deutschland im Shadowrun-Universum (also vor allem den Quellenbüchern „Deutschland in den Schatten II“ und „Brennpunkt: ADL“), ob meine obige Vorstellung sich mit dem offiziellen Hintergrundmaterial machen lässt. Das steht also für morgen auf dem Programm.

Hier noch ein paar Bilder (für größere Version auf das jeweilige Bild klicken):

Das Hochofengebäude von außen

Rückseite des Hochofengebäudes

Das Herzstück des Hochofengebäudes: Die Gießhalle

Hilfestellung für angehende Autoren von Andreas Eschbach

Wie fange ich am besten an, wenn ich einen Roman schreiben will? Wie komme ich an einen Verlag? Wie überarbeite ich am besten mein Machwerk und was dauert länger, das Schreiben oder die Überarbeitung?

Diese und viele andere Fragen beantwortet einer der bekanntesten deutschen Sci-Fi-Autoren, Andreas Eschbach, vorbildlich verständlich und umfangreich, im Bereich „Übers Schreiben“ auf seiner Webseite andreaseschbach.de. Auf jeden Fall absolut lesenswert für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, ihre schreiberischen Fähigkeiten zu verbessern oder sich gar mit der Idee einer Romanveröffentlichung tragen.

Arbeiten an der LD-GRW-Neuauflage gehen voran

Die Arbeiten an der Neuauflage des LodlanD-Grundregelwerks, an der ich als Autor beteiligt bin, gehen gut voran. Texte werden erneut lektoriert (obwohl die Fehlerzahl im bisherigen Grundregelwerk extrem gering war, aber das ist einfach unser Anspruch) und Errata eingearbeitet. Die Zeichner arbeiten ebenfalls auf Hochtouren: Was ich bisher an neuen Zeichnungen, sowohl im Bereich Illustrationen als auch bei den Schiffszeichnungen gesehen habe, lässt ein klasse Buch erwarten. Besonders gespannt bin ich darauf, welchen neuen Look unser Layouter dem Hardcover-Grundregelwerk (erste Auflage war Softcover) verleihen wird. Gerade das Layout ist oft kaufentscheidend für ein Rollenspiel, denn es ist einer der Hauptfaktoren des ersten Eindrucks, den ein potentieller Spieler beim Durchblättern im Rollenspielladen hat. Das ist mit einer der Gründe, warum wir vor jedem Buch einige Seiten als kostenloses Preview auf LodlanD.de in den Downloadbereich stellen. Schließlich soll der Leser ja wissen, was er bekommen wird und schon vorher abschätzen können, ob ihm Inhalt, Layout und Zeichnungen zusagen (werden).

Auf jeden Fall ist es noch ein gutes Stück Arbeit bis zur Veröffentlichung der Grundregelwerks-Neufauflage im Oktober und wir freuen uns alle sehr auf das Resultat unserer Bemühungen. Also: Abtauchen und dranbleiben!

Teufel oder Wunschkonzert

… ist der Titel eines Gastbeitrags, den ich für das Online-Videospielmagazin “working-title” erstellt habe und der sich mit dem Thema befasst, wie klassische Pen&Paper-Rollenspieler zu den Videospielumsetzungen ihrer heißgeliebten RPGs stehen.

Zum Gastbeitrag auf working-title.de.

430.000 Zeichen und es geht weiter

In den letzten Tagen hab ich bei meinem in Arbeit befindlichen Shadowrun-Roman „Flammenmeer“ (Arbeitstitel, erscheint 2007) ordentlich was weggeschafft. Derzeit bin ich im ersten Durchgang, die Texte sind also weder poliert noch lektoriert, sondern stehen einfach nur auf dem Papier (richtiger wäre „Bildschirm“ *g*). Mittlerweile hat es sich belohnt gemacht, dass ich von vorneherein die Szenen relativ genau durchgeplant hatte. Nicht zu genau, damit kreative Ideen während des Schreibens nicht unter einem zu engen Korsett leiden, aber genau genug, um zügig schreiben zu können. Es ist wie immer faszinierend zuzusehen, wie die Charaktere sich während der Geschichte entwickeln. Der Durchschnittsbürger, der ins kalte Wasser geworfen, lernt zu schwimmen in der düsteren Schattenwelt. Und ein Retter, der erst spät zeigt, warum er eigentlich handelt wie er es (nach seinen Begriffen) einfach tun muss. Mittlerweile hab ich die 430.000 Zeichen-Grenze überschritten (eine Romanseite hat später ca. 1.800 Zeichen, womit das etwa 240 Romanseiten entspricht) und kann somit das Ende absehen. Nach meinen Schätzungen lande ich irgendwo in den 500.000ern, das Ende des ersten Durchgangs ist also absehbar. Und dann geht es an mein „heiß geliebtes“ Polieren.

Anmerkung: Wer mal einen Vergleich haben möchte, was er so an „Zeichen“ am Tag produziert, in MS Word kann man dies so erfahren: Fraglichen Text markieren und dann auf „Extras“ – „Wörter zählen“ klicken. Dort dann die Angabe „Zeichen (mit Leerzeichen“ ablesen.