Schreibtipp: Wie schreibe ich einen Roman – Teil 4 – Der Szenenplot

Kommen wir zum vierten Teil meines Schreibtipps „Wie schreibe ich einen Roman“.

Hier geht es zu Teil 1Teil 2 und Teil 3.

Im letzten Teil ging es darum, wie man überhaupt an einen Grobplot kommt. Dieser liegt nun also vor. Nun erarbeite ich auf der Basis des Grobplots den Szenenplot. Dazu stelle ich mir das Buch wie einen Film vor, der also in einzelne Szenen aufgespalten werden kann.

Wenn ich mit Papyrus Autor (Schreibprogramm) arbeite, reicht es, nun ein neues „Projekt“ anzulegen mit einem Hauptdokument – in dem dann später der eigentliche Roman geschrieben wird, einer Unterdatei für den Plot und einer Figurendatenbank für die Figuren. Früher, als ich noch mit Word gearbeitet hab, hatte ich halt drei Word-Dateien, eine für den Roman, eine für den Plot, eine für die Figuren (Word-Tabelle). Umständlich und fehleranfällig, da ist Papyrus Autor deutlich besser. Keine Sorge, ich beschreibe Papyrus Autor – das ich in beinahe jedem Teil der Schreibtipps genannt habe – später in einem separaten Blogbeitrag, warum es für mich das perfekte Schreibprogramm ist.

In der Plotdatei – egal in welchem Schreibprogramm – gehe ich nun also Szene für Szene durch. Nehmen wir mal den versoffenen, verbitterten Polizisten aus dem zweiten Schreibtipp als Grundlage und nehmen an, dass ich dazu eine Mindmap und einen Grobplot gemacht hätte.

In Notizform könnte das dann so aussehen:

Szene 1

Hank wacht in Wohnung auf. Mörderkater, Wohnung Saustall, leere Flaschen, Wäscheberge. Hat verschlafen, müsste längst im Department sein. Macht sich so zügig fertig, wie es der Kater zulässt, unter der Dusche Gedanken an früher, warum er so down ist. Flashback an Krieg.

 

Szene 2

Anschließend Fahrt ins Department. Dort Arbeit wieder aufnehmen. Ermittlungen im Glasscherben-Serienmörderfall. Geht immer wieder dieselben Akten durch. Findet keine Ansätze. Beschließt, einen Informanten aufzusuchen, der ihm eigentlich zuwider ist. Hofft, dort neue Infos zu bekommen. Aufbruch zum Musikclub, wo Informant rumhängt.

Und die Szenen gehen dann immer so weiter. Meist sind die Notizen etwas umfangreicher, als ich sie hier schildere. Wenn ich den Szenenplot fertig habe, ist der Roman in meinem Kopf bereits vollständig durch. Ich brauche ihn „nur“ noch schreiben.

Im nächsten Teil der Schreibtipps komme ich dann zum eigentlichen Schreiben des Romans.

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