Schreibtipp: Wie schreibe ich einen Roman – Teil 3 – Der Grobplot

Kommen wir zum dritten Teil meines Schreibtipps „Wie schreibe ich einen Roman“.

Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2.

Mittlerweile haben wir also eine Hintergrundidee. Nun geht es daran, daraus einen brauchbaren Grobplot zu erstellen. Der Grobplot ist für mich der rote Faden des Romans, das überblickartige Drehbuch.

Dafür bediene ich mich ganz klassisch Papier + Stift und zeichne eine einfache Mindmap auf. Dabei beginne ich mit dem Hauptcharakter, der sich aus der Hintergrundidee ergeben hat. Rundherum notiere ich dann die mir bereits bekannten Plot-Hooks, ebenfalls aus der Hintergrundidee. Dann kann losgesponnen werden. Was mir einfällt, wird notiert, zusammenstreichen kommt später. Auch im Raum herumlaufen und laut denken, funktioniert bei mir in dieser Phase sehr gut. Bei komplizierten Plots mit zahlreichen Wendungen habe ich auch gute Erfahrungen mit überdimensionalen Mindmaps gemacht, also Paket-Packpapier an die Wand geheftet, wasserfeste Stifte und drauflos mappen.

Anschließend lasse ich die Mindmap ein, zwei Tage liegen, gewinne also etwas Abstand. Danach streiche ich die Map solange zusammen, bis sich der Plot herauskristallisiert. Wie gesagt, es ist der GROBplot, also eben noch genau das: grob. Nix ausgearbeitetes. Nun geht es an den PC, Schreibprogramm öffnen (meines ist Papyrus Autor, zu dem ich in einem späteren Teil kommen werde), neues Projekt öffnen, eine Plot-Datei anlegen und den Grobplot von der zusammengestrichenen Mindmap in den PC übertragen. Dabei sortiere ich ihn und fasse ihn bereits zu einem groben, stichpunktartigen Ablauf zusammen.

Danach bespreche ich den Grobplot mit ein, zwei Testlesern, arbeite das Feedback ein und lasse ihn ein paar Tage ruhen. Danach nutze ich den Grobplot als Basis für den Szenenplot, den ich im nächsten Teil dieses Schreibtipps behandeln werde.

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